News

Ein gutes neues Jahr
1.1.14
Die Tour de Ski war für mich nach dem gestrigen Prolog beendet. Zur heutigen vierten Etappe werde ich nicht mehr antreten. Seit den Rennen in Oberhof plagt mich ein Husten. Da ich mich aber sonst gut fühlte und vom sechsten Platz im Sprint am Sonntag beflügelt war, wollte ich es gestern noch einmal versuchen. Die kalten Temperaturen in Lenzerheide waren jedoch nicht förderlich. Daher hatte ich auf der Strecke Probleme, Luft zu bekommen und konnte mein normales Leistungsniveau nicht abrufen. Daher verpasste ich die Qualifikation für die Finalläufe deutlich. Schon im Ziel war mir klar, dass es so keinen Sinn mehr hat weiterzulaufen. Die Tour war für mich aber trotzdem ein großer Erfolg.

Erstes Finale und Erfüllung der Norm für die Olympischen Spiele

Mit dem Erreichen des Finales im Sprint am Sonntag ging für mich ein Traum in Erfüllung. Zuvor hatte ich rund zwei Jahre keinen Weltcup-Sprint mehr bestritten. Daher hatte ich mich besonders auf dieses Rennen gefreut. Schon in der Qualifikation konnte ich mit dem 16. Rang eine persönliche Bestleistung aufstellen. Danach qualifizierte ich mich dank eines guten Schlusssprints als Zweite direkt für das Halbfinale. Im schnelleren Lauf erreichte als Lucky Loser das Finale. Dort versuchte ich noch einmal alles aus mir herauszuholen, zum Schluss konnte ich aber nicht mehr ganz folgen. Mit dem sechsten Platz bin ich aber natürlich trotzdem mehr als glücklich.

Mein bestes Weltcup-Ergebnis bedeutet gleichzeitig auch die Erfüllung der Norm für die Olympischen Winterspiele in Sotchi. Und das am ersten Weltcup-Wochenende in diesem Winter – ein unglaubliches Gefühl für mich. Dazu konnte ich mir am Samstag auch noch meine ersten Distanzpunkte sichern. Meine individuellen Platzierungen noch schöner machte das gute deutsche Mannschaftsergebnis. An dieser Stelle möchte ich auch noch unserem Serviceteam und Atomic ein großes Dankeschön für das exzellente Material aussprechen. Ein Kompliment gilt auch dem Publikum, denn die Atmosphäre im Stadion von Oberhof war wirklich atemberaubend.

Gestern reiste ich direkt nach dem Rennen zurück nach Oberstdorf. Jetzt werde ich zu Hause meinen Husten auskurieren, damit ich für die nächsten Weltcup-Rennen bereit bin. Für diese konnte ich mir dank der Führung im OPA-Continentalcup ein persönliches Startrecht erkämpfen. Meinen Mannschaftskolleginnen und –kollegen wünsche ich für die restlichen Etappen viel Erfolg und allen Lesern einen guten Start ins neue Jahr.
Zurück zur Übersicht